Urlaub zu Hause – Golden Week 2018

Wir waren zwar heuer schon einmal in Österreich aber da ein für uns wichtiges Ereignis auf dem Plan stand, ging es für uns nochmals in die Heimat. Gute Freunde von uns gaben sich Ende September das Ja-Wort und wir ließen es uns natürlich nicht nehmen dabei zu sein. Optimal war für uns, dass die Hochzeit genau auf das Wochenende vor der Golden Week fiel und wir somit auch nicht so viel Urlaub brauchten.

Nicht ganz so glücklich war hingegen, dass wir aufgrund firmeninterner Gründe erst einen Tag vor der Heirat fliegen konnten. Somit war vorab schon klar, dass es für uns ein anstrengendes Wochenende werden würde. Das tat der Vorfreude aber keinen Abbruch, wir waren einfach froh mitfeiern zu können.

Dank der Zeitverschiebung konnte ich sogar noch beim Brautliedsingen dabei sein. Für alle die diesen Brauch nicht kennen: am Abend vor der Hochzeit wird der Braut von ihren Freundinnen noch ein Ständchen gesungen (in unserem Fall total schief aber mit Begeisterung), gemeinsam angestoßen und für den nächsten Tag alles Gute gewünscht. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Braut Isa über meine Anwesenheit sehr gefreut hat ;-).

 

Die Hochzeit selbst war ein wunderschöner Tag mit vielen emotionalen Höhepunkten (nicht nur für das Brautpaar selbst) und einer super Party im Anschluss. Für mich war es außerdem eine Gelegenheit meine alten Arbeitskollegen wieder zu sehen, was mich auch sehr gefreut hat. Trotz der anstrengenden Tage haben wir es doch bis kurz vor 3 Uhr morgens „ausgehalten“ und hatten somit schon einen super Start in unseren Urlaub.

Das hübsche und sympathische Brautpaar Isa & Gerhard

 

Nachdem wir den Sonntag ruhig angegangen sind und die ersten Besuche abstatteten, stand am Montag für mich ein weiteres kleines Highlight auf dem Programm – ein Press the Button Shooting mit meiner besten Freundin Tina.

Bei Press the Button mietet man sich für 20 Minuten in ein Fotostudio ein in dem jede Menge Accessoires und verschiedene Selbstauslöser-Kameras zur Verfügung stehen. Man ist mehr oder weniger selbst der Fotograf und kann in der vorgegebenen Zeit so viele Schnappschüsse machen wie man will. Im Anschluss werden die Bilder dann aber vom Fotostudio bearbeitet und man kann sich diese mittels Downloadlink kaufen (zu einem wirklich guten Preis).

Nicht nur dass es totalen Spaß macht, es kommen auch immer tolle Bilder dabei raus (ich hab das mittlerweile schon ein paar Mal gemacht und kann es nur jedem empfehlen).

Gerade für mich – weil mir Tina immer so fehlt – eine super Erinnerung….

 

 

Die nächsten Tage verbrachten wir ebenfalls mit Familie und Freunden (sowie mit jede Menge Essen; von daher ist es auch gut wenn es wieder zurück in den Alltag geht….) und erledigten ein paar Sachen (Papierkram wie alte Lohnsteuerausgleiche,…) bevor wir einer Leidenschaft von uns nachgehen konnten: Bergsteigen/Wandern!

 

Mit eines der Dinge die mir in China am Meisten fehlen sind die wunderschönen Berge Österreichs! Dieser Anblick bereitet einem einfach Gänsehaut! Ich fühle mich immer total frei und kann den Kopf ausschalten. Für mich eines der besten Mittel gegen Stress.

In den 14 Tagen die wir daheim waren, haben wir es „nur“ 3 Mal geschafft in den Bergen zu sein. Aber wenn man bedenkt welchen Besuchsmarathon wir absolviert haben (bitte nicht falsch verstehen, wir haben jeden davon sehr genossen), passt das dann doch wieder ganz gut.

Da wir nicht gerade unsere beste Ausrüstung mit hatten (in unseren Koffern war der Platz doch eher begrenzt) und wir aus diesem Grund kein zu großes Risiko eingehen wollten (Safety first), haben wir uns ein paar nicht so anspruchsvolle Touren ausgesucht.

Wir waren mitunter am Steineck (1.418 m; mit einem kurzen Abstecher zum Trapez und Jacksonstein), dem Schoberstein (1.037 m) am Attersee und dem Brunnkogel (1.708 m). Ich könnte hier nun jede Menge Bilder einfügen aber auch wenn sie einen kleinen Eindruck vermitteln, können sie doch nicht das alles widerspiegeln was es uns gibt. Bergliebhaber werden das verstehen.

 

 

Etwas das wir in Österreich immer sehr genießen ist, dass es den Anschein macht dass sich die Welt hier noch etwas langsamer dreht. Es ist nicht alles so schnelllebig und wenn wir unsere Leute daheim fragen was los ist bekommen wir meist die Antwort: Ach eh immer dasselbe.

Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum wir uns, direkt wieder ins gesellschaftliche Leben einfügen und gleichzeitig so entspannen konnten.

Wie schon gesagt verbrachten wir fast die ganze Zeit mit Dingen und Leuten die wir lieben.

Deswegen fällt es mir auch immer so schwer wieder abzureisen. Schon am Ende unseres ersten Besuchs im Februar wollte ich gar nicht mehr weg und habe mich gefragt: warum muss ich wieder wegfliegen?! Wenn man sich schön langsam wieder an sein zu Hause und das Leben in Österreich gewöhnt hat und dann weg muss, ist das meines Erachtens schwieriger als die Zeit in China selbst. Denn auch hier haben wir unseren Alltag und die Zeit vergeht eigentlich ziemlich schnell.

Aber der nächste Urlaub in Österreich kommt bestimmt und in der Zwischenzeit bekommen wir noch zweimal Besuch auf den wir uns schon sehr freuen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.