Meine Fitness-Routine….

…. und wie ich versuche sie auch in China aufrecht zu halten

 

Sport ist für mich schon lange ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Als wir noch in Österreich waren sah meine Woche in etwas so aus:

  • 2 x Tanzen
  • 1 – 2 x Groupfitness-Kurse im Welser Turnverein (wie zB.: Hot Iron, Bodyrock,…)
  • 1 x Ausdauertraining (meist in Form eines kurzen Laufes)

Zusätzlich habe ich immer versucht kleine Stabilisationsübungen in meinen Alltag einzubauen (ein Togu-Kissen am Schreibtisch bzw. im Bad auf dem ich dann während des Zähneputzens gestanden bin) und viele Strecken auch zu Fuß zurück zu legen (in China fährt man entweder mit dem E-Bike, dem Bus oder dem Auto). Das sieht jetzt auf den ersten Blick sehr viel aus, dadurch dass ich extrem viel Spaß daran hatte, war es für mich nie eine Qual – ganz im Gegenteil ich habe es genossen meinen Körper und mich zu fordern. Auch die Gruppendynamik und die Gemeinschaft im Welser Turnverein hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich immer gerne ins Training gefahren bin. Ich muss auch noch dazu sagen, dass Stefan ja vier Jahre berufsbegleitend studiert hat und ich daher gerade nach der Arbeit viel Zeit für mich hatte.

 

Natürlich war mir bewusst, dass sich daran so einiges ändern wird wenn wir nach China gehen. Dass ich aber derart eingeschränkt werde, war mir nicht klar. Ich habe mich zwar gleich nach unserem Einzug in die Wohnung in einem Fitnessstudio angemeldet, aber dennoch musste ich relativ viel umstellen um Sport nach wie vor einen Platz in meinem Leben zu geben. Und so 100 %-ig ist es mir noch nicht gelungen. Ich versuche nach wie vor noch, den für mich richtigen Weg zu finden. Aber dazu später noch mehr.

Was das ganze so schwierig macht, ist unter anderem die Tatsache dass wir sehr viel arbeiten. Normalerweise sind wir von 08:00 Uhr bis 18:00 oder 19:00 Uhr in der Firma. Ich weiß das ist keine Ausrede, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Aber: ich muss zugeben, dass ich nach so einem Tag doch immer sehr geschafft bin und mir dann oft die Kraft bzw. die Motivation für Sport fehlt. Dennoch haben es eine Arbeitskollegin und ich geschafft zumindest einmal unter der Woche ein regelmäßiges Training in Form von Yoga im Fitnessstudio in unseren Alltag zu integrieren.

Jeden Samstagvormittag gehen wir auch noch gemeinsam ins Studio wo ich dann eine Mischung aus Cardio- und Krafttraining absolviere. Meistens gehe ich 15 bis 30 Minuten aufs Laufband. Im Anschluss mache ich ein von mir zusammengestelltes Ganzkörpertraining. Da ich gemerkt habe, dass ich durch das viele Sitzen teilweise schon Rückenschmerzen bekommen habe, achte ich darauf Übungen zur Stärkung des Rückens in jedes Workout mit einzubinden. Und seitdem sind die Rückenschmerzen auch wieder verschwunden.

 

Dass zweimal die Woche Sport zu wenig ist, ist mir klar. Da ich Outdoorsport bei schlechter Luft vermeide und Laufen an sich in der Stadt nicht so prickelnd ist, bleibt mir nichts anderes übrig als drinnen Workouts zu machen. Entweder ich springe Seil, mache Freeletics oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht.

Ich muss wirklich sagen, dass das der Punkt ist der mich daran am Meisten stört – nicht einfach rausgehen zu können und in der Natur eine Runde zu laufen.

Und natürlich auch die Tatsache, dass sich mein Körper aufgrund des wenigen Sports verändert hat (siehe unten). Die zuvor aufgebauten Muskeln sind weniger geworden, das Gewebe hat an Straffheit verloren und man spürt Verspannungen die man bei regelmäßigem Sport nicht hat. Gerade an den Beinen merke ich doch eine starke Veränderung. Man darf sich dadurch aber nicht entmutigen lassen, im Gegenteil, der Ansporn sollte dadurch noch größer werden wieder regelmäßig Sport zu treiben. Das versuche ich für mich jetzt noch zu optimieren und in meine alte Routine zurück zu finden. Ich weiß nicht ob ich es schaffe wieder auf die alte Anzahl von Stunden zu kommen, aber ich probiere stetig mehr zu machen. Momentan ist es mein Ziel am Morgen wieder früher aufzustehen, um bereits vor der Arbeit ein kurzes Workout zu machen. Das ist mir bis dato noch nicht gelungen, aber ich gewöhne meinen Körper Schritt für Schritt an das frühere Aufstehen.

 

Meine aktuelle Form

 

Es gibt aber auch Punkte die in China wirklich super sind. Zum Beispiel gehen wir jetzt jede bzw. jede zweite Woche zur Massage. Bei uns in der Umgebung gibt es sehr viele Massagesalons. Eine Thai-Massage für eine Stunde kostet in etwa 12,5 Euro und fördert nicht nur die Regeneration sondern lindert auch Verspannungen. Das habe ich mir in Österreich nicht geleistet, denn eine Massage für 60 Minuten kostet in etwa auch 60 Euro.

 

Wie beschrieben versuche ich, Sport wieder mehr in meinen Alltag einzubinden und werde euch später dazu und auch zu meiner Form ein Update geben.

 

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