Look-and-See-Trip

Wie bereits beschrieben war für uns bereits klar, dass China durchaus eine Option für uns war.
Doch eine Entscheidung treffen ohne vor Ort gewesen zu sein? Das kam für uns nicht in Frage. Das wusste auch der Vorgesetzte meines Mannes und daher bot uns die Firma auch von Anfang an eine Art „Orientierungswoche“ an.

Leider konnte ich diese nicht mitmachen da ich aus beruflichen Gründen in dieser Woche nicht weg konnte. Und diese zu verschieben wäre auch nicht optimal gewesen, da wir im Dezember noch unsere Entscheidung treffen wollten….
Daher trat Stefan am 02.12.2016 die Reise in Begleitung seines Chefs und eines zweiten Interessenten ohne mich an. Nicht nur er war richtig nervös – das erste Mal in unserer möglichen neuen Heimat auf Zeit – auch ich war schon richtig gespannt was uns erwartete. Er hatte mir versprochen Bilder und Videos zu machen und gemeinsam hatten wir einiges aufgeschrieben was wir die anderen Expats vor Ort fragen wollten.

Als ob uns China gleich von sich überzeugen wollte, zeigte sich Shanghai gleich von seiner beste Seite und begrüßte Stefan mit absolutem Traumwetter. Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel stand erst einmal etwas Sightseeing auf dem Programm. Vom bekannten „Flaschenöffner“ bot sich ein atemberaubender Überblick über Shanghai. Hier wurde Stefan (und anschließend auch mir) die Größe dieser Metropole richtig bewusst.

Shanghai World Financial Center alias „Flaschenöffner“

 

Ausblick vom Flaschenöffner über Shanghai

Als Stefan mich am Abend anrief und mir die Fotos von seinem ersten Tag schickte, war ich sehr positiv überrascht. Obwohl wir von den anderen Expats bereits gehört hatten, dass der Smog in Shanghai und Umgebung bei Weitem nicht so stark ist wie in anderen Gegenden hatte ich bezüglich dem Thema Luftqualität schon so meine Bedenken. Natürlich darf man nicht davon ausgehen, dass es immer so schön sein wird wie an diesem Tag aber es beruhigte mich diese Bilder zu sehen und zu wissen, dass die Vorurteile die man diesbezüglich mit China verbindet nicht zwingend wahr sein müssen.

Nach einem gemütlichen Abendessen bei dem sich Stefan gleich von der guten Küche Chinas überzeugen konnte ging es am nächsten Morgen weiter in die ca. zwei Stunden entfernte Stadt Nantong – das eigentliche Ziel seiner Reise. Hier ist der Firmensitz an dem wir zukünftig arbeiten sollten wenn wir uns dazu entschieden die Reise anzutreten.

Nantong ist im Vergleich zu Shanghai und für chinesische Verhältnisse eine kleine Stadt mit „nur“ ca. 2 Millionen Einwohnern. Und entsprechend ruhiger – wenn man dies so nennen kann – hat mein Mann sie auch erlebt.

Die restliche Woche verbrachte Stefan damit die anderen Expats besser kennen zu lernen, ihnen unsere offenen Fragen zu stellen und die Gegend zu erkunden. Er schaute sich die Wohnungen an in denen die anderen lebten, damit wir einen Eindruck vom ganzen Drumherum bekamen und suchte für mich auch nach einem Fitnessstudio in der Nähe. Während für Stefan eines der wichtigsten Kriterien für eine Übersiedelung nach China die Qualität und der Geschmack des Essens war, war es für mich auch sehr wichtig herauszufinden, ob die Freizeitgestaltung ähnlich wie zu Hause möglich ist. Da ich ca. 4 x die Woche Sport mache stand dieses Thema für mich relativ weit oben auf meiner Liste.

Fitnessstudio im obersten Stock

Nachdem ich täglich Stefan’s Erzählungen lauschte wurde mir schnell bewusst dass für ihn der Umzug nach Nantong immer reizvoller wurde. Natürlich wollten wir eine endgültige Entscheidung erst gemeinsam zu Hause treffen, nachdem er mir alles nochmals im Detail erzählt hatte und wir uns zusammen noch einmal alle Bilder und Videos angesehen hatten, aber zu dem Zeitpunkt stand für mich schon insgeheim fest: wir würden nach China umziehen!

3 Gedanken zu „Look-and-See-Trip

  1. Hallo Pia und Stefan. Freue mich an euren Erfahrungen und Leben weiterhin Teil haben zu dürfen:-) wundervolle Berichte und Bilder!! Alles Gute für den bevorstehenden Umzug!! Glg aus der Heimat…Samuel hat am Mittwoch Geburtstag, er spricht immer flüssiger und schneidet gerade mit Papa die ganzen Sträucher im Garten um. Unter dem Motto „Ich bin schon groß, ich kann das:-)“ Alles Liebe für Euch Zwei, die Hummis

    1. Hallo Kerstin, danke freut mich wenn euch mein Blog gefällt, genau deswegen schreibe ich ihn auch – damit die Daheimgebliebenen auch teilhaben können. GLG nach Hause!! PS: natürlich haben wir schon an Samuel’s Geburtstag gedacht, wünsch euch eine schöne Feier und einen lieben Geburtstagsgruss an euren „Großen“ 😉

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